Ein Brief an F.B., den ich nie abgeschickt habe:
Ganz am Anfang, als ich noch überhaupt nichts verstanden hatte, hatte ich Verständnis für dich.
"WAS! Wie kannst du bloß Mitgefühl mit dieser ....... haben?
Ich würde ihr auf der Stelle an die Gurgel springen!" und ähnliches wurde mir immer wieder vorgeworfen.
Nein, ich dachte wirklich noch, dass du das nicht mit Absicht getan hast und es dir sicher auch - auf eine andere Weise- schlecht geht.
Ich habe auf eine Nachricht von dir gewartet; was/wie es zu diesem entsetzlichen Unfall kommen konnte,
endlich was genaues – nicht immer nur diese vagen Aussagen „angeblich…“ und „vielleicht..“!
Ein Wort des Bedauerns deinerseits, ein ehrliches: ich konnte nicht's dafür. Aber nichts.
Heute kann ich dir nur sagen, dass ich mit dir nichts -absolut nichts- mehr zu tun haben möchte.
Du weißt selber, warum du den Schritt zu mir nicht gewagt hast! Warum du deine Aussage verweigert hast!
Meine Wünsche für dich – ich bringe sie besser nicht „zu Papier“!
Ein Lob an dich: dein Bild in „Wer kennt wen“ hast du perfekt rausgesucht, sagt wirklich alles über dich aus.
Gerne hätte ich es hier eingestellt….
Vielleicht magst du es ja im Gästebuch für andere einstellen?
Hier noch ein Gedicht:
DAS ZEICHEN AUF DER STIRN
Sie sehen aus wie du und ich
und auf den ersten Blick erkennt man sie nicht.
Das Zeichen auf der Stirn ist gut getarnt,
und wenn du es bemerkst, so sei gewarnt!
Die Seele schwarz, die Weste weiß,
was wir nicht wissen, das macht sie nicht heiß.
Sie halten Reden, die nur Lügen sind
und zeigen sich nur selten ungeschminkt.
Sich zu ergötzen ist ihr höchstes Ziel
und all’ die anderen, die bezahlen das Spiel.
Doch irgendwann, vor dem jüngsten Gericht,
fällt das Make-up und man sieht ihr Gesicht.
Das Zeichen auf der Stirn ist gut getarnt,
und wenn du es bemerkst, so sei gewarnt!
Frei nach Brozat/Maffay
Auch wenn die Staatsanwaltschaft dich nicht zur Aussage zwingen konnte, ist für mich alles gesagt.
Marion Loos